Juli 2005:

Mit dem Motorrad ans Nordkap (GS 1100 + GS 1150)

Wir haben uns für folgende Route entschieden:

Nordkaptour August 2005

Reiseroute: Deutschland, Polen, Litauen, Lettland, Estland, Finnland, Norwegen, Schweden, Norwegen, Deutschland

Bilder findet Ihr nach dem Bericht ganz unten auf dieser Seite...

 

1. Tag:

Abfahrt in Feucht bei Nürnberg

Gegen 14 Uhr ging es los auf die große Reise zum Nordkap. Unsere 2 Motorräder, BMW GS 1100 und GS 1150 waren jeweils mit 2 Aluboxen gesattelt, dazu kamen bei mir noch 2 Gepäckrollen und bei meinem Bekannten 1 Topcase und 1 großer Seesack. Darüber hinaus hatte jeder ein Igluzelt dabei, denn wir haben uns vorgenommen bei der Tour in Skandinavien so oft wie möglich zu campen.

Im Ort erledigten wir dann noch einige Besorgungen, kauften ein paar Getränke und etwas Proviant für den 1. Reisetag ein, danach gings noch zur Tankstelle und ab auf die Autobahn Richtung Berlin.

Nach 200 KM sehr zügiger Autobahnfahrt steuerte ich vorsichtshalber mal eine Tankstelle an, weil sich die Benzinanzeige meiner 1100ér schon weit ins Minimum bewegt hat.... im Normalfall kommt die GS mit 5 Litern aus, bei dieser Zuladung jedoch sollten es schon mal 6,5 Liter sein.

Nachdem ich also den Benzindurst meiner GS gestillt habe, gings zurück auf die Autobahn, an Dresden und Berlin vorbei bis zum Deutsch-Polnischen Grenzübergang Frankfurt/Oder - Slubice.

In Polen fuhren wir dann noch ein Stück und kamen nahe der Straße an einer kleinen Ferienanlage mit Gasthaus vorbei, in dem wir uns kurzentschlossen einquartierten. Nach dem Abladen der Motorräder und einer Dusche gings ab in das Restaurant, welches zwar schon geschlossen hatte aber extra für uns noch mal die Hintertür öffnete....wir bekamen ein ausgezeichnetes Essen und ein kühles Bier.

Damit war der 1. Tag mit viel Sonnenschein gelaufen.

Tachostand 532 KM

 

2. Tag:

Nach einem sehr reichhaltigem Frühstück mit allem Drum und Dran gings ans aufpacken der Motorräder. Diese nervige Prozedur von ca. 20-30 Minuten Dauer blieb uns für den Rest der Tour an jedem Morgen erhalten....

Als wir startklar waren gings los in Richtung Masuren, wo im Ort Ketrzyn (Rastenburg) das ehemalige Führerhauptquartier Wolfsschanze zu besichtigen ist.

Der Weg dorthin führte entlang der Pommerschen Seenplatte über Walcz (Deutsch Krone), Bromberg und Olsztyn /Allenstein).

Die Masuren sind ohne Zweifel Polens Highlight, eine absolut tolle Landschaft mit vielen Seen und reichlich Kurven für Motorradfahrer.

Kurz vor Ketrzyn entdeckten wir den Wegweiser zur "Pension am See", nach einer kurzen Schotterwegeinlage standen wir dann auch vor unserem 2. Nachtquartier. Die Pension entpuppte sich als ein großes 1-Familienhaus, welches im Untergeschoß von den Besitzern bewohnt wurde. Das ausgebaute Obergeschoß wurde an Touristen vermietet, auf Wunsch mit Abendessen und Frühstück, welches im Speisezimmer der Besitzer serviert wurde. Auch bei der 2. Übernachtung in Polen war die Verpflegung erstklassig und von großer Auswahl incl. Gratisschnaps.

Tachostand 1097 KM

 

3. Tag:

Der morgendliche Blick vom Balkon zeigt den naheliegenden See in dichte Nebelschwaden gehüllt. Der Himmel ist blau und klar, ein heißer Tag kommt auf uns zu.

Die Motorräder sind gepackt, wir verabschieden uns zeitig vom Pensionseigentümer und fahren das kurze Stück nach Ketrzyn um das Führerhauptquartier zu besichtigen. Dort angekommen parken wir die Motorräder direkt am Eingang neben dem Kassenhäuschen. Scheinbar sind wir die einzigen, welche diese Anlagen aus dem 3. Reich besichtigen wollen. Wir kaufen 2 Eintrittskarten, gleich danach werden wir von einer Frau angesprochen, welche uns eine ca. 90 minütige Führung durch die Anlage anbietet. Ihr geforderter Preis von ein paar Euro war akzeptabel, also nahmen wir das Angebot an und los gings. Das FHQ Wolfsschanze besteht aus ca. 50 Bunkern und Gebäuden, welche zum einen Teil sehr gut erhalten sind und zum anderen Teil auch nur noch gesprengte Betonplatten zeigen. Hier wurde auch der Mordanschlag auf A. Hitler verübt.

Das Areal liegt mitten im Wald, wegen der Moskitos ziehen wir es vor während der Führung die Motorrad-Textiljacken anzubehalten....was bei knapp 30 Grad absolut kein Spaß ist!

Die Anlage ist wirklich sehenswert, kurz nach Beginn der Führung waren jedoch die Akkus meine Digicam am Ende, ich habe daraufhin noch einen 2. Durchgang alleine und mit frischen Akkus unternommen. Als ich davon zurückkam, war der Parkplatz mit ca. 15-20 Reisebussen gefüllt, wir hatten Glück daß wir so früh angekommen sind und alles in Ruhe ansehen konnten.

Ein paar Kilometer entfernt von der Wolfsschanze ist eine weitere Bunkeranlage mit 30 unzerstörten Bunkern zu besichtigen. Sie nennt sich "Mauerwald" und stellte das Hauptquartier des Oberkommandos des Heeres dar. Hier haben wir ehr einen "Schnelldurchgang" unternommen, da wir schon etwas "bunkergeschädigt" waren.

Eine weitere "Sehenswürdigkeit" aus dem 2.Weltkrieg liegt noch in ca. 5 KM Entfernung zu dieser Bunkeranlage. Es handelt sich dabei um eine riesige Schleuse, welche jedoch nicht fertiggestellt wurde. Diese Schleuse ist nur zu Fuß zu erreichen, die Parkplatzkassiererin erklärte uns jedoch daß man auch mit dem Motorrad hinkommen könnte....also eine Kleinigkeit für unsere 2 (vollbepackten) GS´sen.  Der Waldweg war jedoch so tief eingefahren und matschig, daß wir an manchen Stellen welche dazu noch extrem schmal waren wirklich Probleme mit dem durchkommen hatten. Geschafft haben wir es dann trotzdem, dafür wurden wir mit dem Anblick und der Begehung eines imposanten und riesigem Bauwerks belohnt.

Nach der Rückfahrt durchs unwegsame Gelände gings ab in Richtung Litauen. Wir entschieden uns die restliche Strecke in Polen auf ehr kleinen Straßen zu fahren, die teilweise direkt an der Grenze zur Russischen Förderation entlangführten.

Der Grenzübergang zu Litauen ist praktisch unbesetzt, dank EU-Beitritt. In Litauen an der ersten Tankstelle genehmigten wir uns einige Kaffee´s mit Gebäck und machten daraufhin die Bekanntschaft zu 2 unverschämten Scheibenputzern, welche sofort auf uns zustürmten um die Windschilder der Motorräder von den Insekten zu befreien. Natürlich ließen sich die 2 nicht abwimmeln und verlangten für Ihre unerwünschte Arbeit 5 Euro. Wir haben den Betrag mal lieber bezahlt, wer weiß was die 2 sonst ausgeheckt hätten. Danach war unsere Laune im Eimer und wir hatten von Litauen die Schnauze bereits unmittelbar nach dem Grenzübergang gestrichen voll.

Also schnell die Q ´e satteln und weiter... auf der E67 durch Marijampole bis Kaunas. Ab Kaunas gings zügig auf der Autobahn A1 bis zur Ausfahrt "Raseiniai". In Raseiniai suchten wir vergeblich nach einem Nachtquartier, keinerlei Hinweisschilder auf ein Hotel, einen Campingplatz oder irgendeine  Übernachtungsmöglichkeit. Es dämmerte bereits und nach Karte war der nächst größere Ort zu weit entfernt, zurück nach Kaunas wäre ebenfalls zu weit gewesen.

Wir beratschlagen schon, ob wir im Wald wild zelten sollen, als plötzlich neben uns ein altes, klappriges Auto mit einem noch älterem Hänger anhält. Drin sitzt ein ca. 50-60jähriger Litauer, der unser Problem bzgl. der Hotelsuche scheinbar erkannt hat. Mit wenigen Worten und Handzeichen machten wir uns verständlich, daraufhin fuhren wir ihm zu einem Hotel hinterher, welches  4 Ecken entfernt von unserem Standpunkt lag. Innerhalb kürzester Zeit haben wir im Hotel "eingecheckt", dank der Hilfe des Litauers. Die Motorräder konnten wir in der Hotelgarage Marke "Fort Knox mit Brettertor" parken, während des Abladens wurden wir mit ungläubigen Augen vom hilfsbereiten Litauer und dem "Hotelportier" beobachtet.

Kurze Zeit später führte uns der Litauer noch zu einer hypermodernen Clubdisco in der Stadt, wo wir eine leckere Pizza und ein paar Bier bestellten. Unsere Einladung mitzukommen und auf unsere Kosten zu zechen, nahm er jedoch nicht an.

So nahm auch dieser Tag ein gutes Ende...

Tachostand 1442 KM

 

4. Tag:

Frühstück fällt aus, dieser Service wird im Hotel aus der Sowjetzeit nicht angeboten. Macht nichts, dann frühstücken wir eben an einer der nächsten Tankstellen.

Eigentlich wollten wir nun an die Kurische Nehrung fahren, welche recht sehenswert sein soll. Wir haben jedoch kurzfristig umgeplant und sind auf dem kürzesten Weg über Schotterstraßen und Landstraßen 2.Ranges zum Berg der Kreuze nach Siauliai (Schaulen) gefahren. Dort trafen wir eine größere Gruppe von deutschen Motorradfahren, welche vom Nordkap herunter kamen. Wir haben uns einige Zeit unterhalten und erfahren, daß es am Nordkap vor einigen Tagen Temperaturen um den Gefrierpunkt hatte. Hier in Litauen hatte es zu diesem Zeitpunkt knapp 30 Grad, seit Beginn der Tour war das Wetter wirklich traumhaft.

Der Berg der Kreuze ist auf jeden Fall für jeden Litauenreisenden Pflichtprogramm, es handelt sich dabei um eine Wallfahrtsstätte an einem kleinen Hügel auf dem jeder Besucher ein Kreuz hinterlassen soll.

Natürlich kann man verschiedenste Arten von Kreuzen direkt dort kaufen, die Verkäufer leben sicherlich recht gut davon......

Nach diesem Kulturschock gings ab in Richtung Lettland über den Grenzübergang Rundale (Ruhental). Auch hier keinerlei Grenzbeamten, freie Fahrt für unsere 2 GS én.

In der Hafenstadt Riga haben wir eine größere (unfreiwillige) Stadtrundfahrt unternommen, eigentlich wollten wir nur eine Hafenbesichtigung unternehmen, aber der Hafen ließ sich beim besten Willen nicht auffinden....zu guter Letzt kamen wir doch im Hafen an, die Besichtigung war dann jedoch nicht ganz so interessant wie wir uns es vorgestellt haben.

Unser Tagesziel war Estland, darum ging es auch bald wieder auf die Straße zurück. Am Rigaer Meerbusen entlang geht die Straße hoch in Richtung Norden, vom restlichen Lettland sahen wir nur Felder und Landwirtschaft.

An diesem Tag kamen wir noch über die ebenfalls unbewachte Grenze nach Estland. Dort haben wir zum ersten Mal unsere Zelte aufgeschlagen, an einem recht neuem und komfortablem Campingplatz in "Tackendorf". Auf einer Erkundungstour im umliegenden Gelände entdeckten wir einen kleinen See, an dem uns zum 1. Mal die Moskitos auffielen. Vorsorglich habe ich 2 Tuben Creme gegen Moskitos von zuhause mitgebracht....

Am Campingplatz kam dann auch zum 1. Mal der Benzinkocher zum Einsatz und unser Vorrat an mitgebrachten Nudelfertiggerichten wurde um 3 Päckchen verringert.

Tachostand 1870 KM

 

5. Tag:

Frühstück am Zeltplatz fällt aus,  die Moskitos stehen scheinbar auch recht früh auf....

In Rekordzeit werden die Motorräder bepackt und kurz darauf sind wir auch schon unterwegs. Nach wenigen Kilometern kommen wir an einer Imbißbude vorbei, es riecht schon förmlich nach Kaffee und Keksen.

Für einen weiteren Kaffee und etwas Reiseproviant hat unser restliches estnisches Geld jedoch nicht ausgereicht, die Imbißbesitzerin wollte auch keine fremden Währungen annehmen.

Kurze Zeit später kamen wir in eine größere Stadt und hielten an einem Gebäude an, welches sehr nach einer Bank oder Sparkasse aussah. Also nichts wie rein und Geld wechseln.  Am Schalter stellte sich dann jedoch heraus, daß wir in der KFZ-Zulassungsstelle gelandet waren.....der Geldwechsel war jedoch trotzdem möglich.

Gegenüber war noch eine Tankstelle, und schon gings weiter bis Pärnu und hoch zum finnischen Meerbusen. In Paldiski ist ein kleinerer Hafen, welcher recht interessant ist. Dort befinden sich einige alte stillgelegte Fabriken aus der Sowjetzeit und ein gut bewachter Militärstützpunkt. 

Entlang der Küste fuhren wir dann auf einer kurvenreichen Straße mit gigantischem Ausblick aufs Meer nach Tallin um mit dem Autoexpress nach Helsinki überzusetzen.

Wegen mangelnder bzw. schlechter Beschilderung dauerte es einige Zeit bis wir den Hafen erreicht hatten, vor Einfahrt in den Hafen haben wir nochmal zu einem günstigen Preis vollgetankt und 2 Flaschen Wodka in der Tankstelle für ca. 3,50 Euro gekauft.

Als wir im Hafen die Tickets für die Überfahrt gekauft hatten wurden wir von einem Einweiser auf die richtige Wartespur gelotst. Nach kurzer Zeit kam ein weiterer wild umherwinkender Einweiser aus einer Autofähre heraus, worauf ich losfuhr um vor den Autos in die Fähre zu kommen. Der Einweiser rannte mir gleich hinterher um mich wieder auf der Fähre herauszubefördern, es war nämlich die falsche Fähre....der Tallin-Helsinki Autoexpress stand nebenan im "Toten Winkel".

Der Autoexpress brachte uns dann in knapp 2 Stunden übers Meer nach Finnland / Helsinki.

In Helsinki erlebten wir eine ähnliche Irrfahrt wie in Tallin, als wir auf der Suche nach dem richtigen Weg in Richtung Norden waren.

Endlich auf der E75 angekommen ging es zügig bis Järrenpää und weiter nach Lathi. Bei Lathi schlugen wir unsere Zelte auf einem recht großen Campingplatz auf und gingen gleich darauf in die City, da uns der Magen vor Hunger schon knurrte. Mit Müh und Not fanden wir gegen 21 Uhr noch eine Pizzeria, die uns einige Minuten nach Geschäftsschluß noch eine Pizza zubereitete. Alle anderen Lokale hatten bereits geschlossen!

Tachostand 2250 KM

 

6. Tag:

Auf dem Zeltplatz kochen wir eine Thermoskanne voll Kaffee, dann gehts schnell ans Abbauen der Zelte und die Motorräder werden beladen, damit wir weiter in Richtung Norden kommen.

Noch ist es etwas kühl, aber am späteren Vormittag steigt die Temperatur wieder auf 25 Grad.

Der Süden Finnlands bietet eine gigantische Landschaft mit viel Wald und tiefblauen Seen, die zum Teil sehr kurvigen Landstraßen sind von braunen Felsen eingesäumt.

Eigentlich wie die Fränkische Schweiz im Überdimensionalformat!

Plötzlich tauchen am Horizont 3 kleinere Zweiräder auf, zu denen wir recht schnell aufschließen. Beim Überholen traue ich meinen Augen nicht, es sind 3 Tschechen die mit 3 Simson Schwalben auf dem Weg zum Nordkap sind! Einige Kilometer später legen wir eine Pause ein und die 3 tschechischen Simsontreiber tuckern wieder an uns vorbei. Nach Beendigung unserer Pause dauerte es eine ganze Weile, bis wir die Schwalben wieder eingeholt haben...

Wir fahren an diesem Tag die E75 bis Oulu, wo wir uns nach einem Platz zum Wildzelten umschauen. Gegen 22 Uhr haben wir den richtigen Riecher und kommen in einen alten stillgelegten Hafen mit großen leerstehenden Lagerhäusern und einigen noch nicht gesunkenen Schiffswracks. Da es noch taghell ist, werden erstmal ein paar Erinnerungsfotos geschossen. Wir verlassen den Hafen jedoch wieder, weil in der Nähe ein Sägewerk scheinbar Nachtschicht arbeitet...

Ein paar Kilometer weiter fahren wir durch ein Wohngebiet und kommen ganz unerwartet in einen  kleineren Hafen mit einer Bucht und einem Sandstrand, im Hintergrund ist das offene Meer zu sehen. Mittlerweilen 24 Uhr, immer noch hell wie am morgen!  Wir beschließen hier die Zelte aufzubauen, was den 2 Mädels die in der Hafenbucht schwimmen nicht wirklich gefällt. Sie nehmen Ihre Fahrräder und suchen das Weite. Kurze Zeit später stehen die Zelte und der Grill raucht, worauf die nächsten 2 Mädels zum baden erscheinen....

Hier erleben wir dann einen mehrstündigen Sonnenuntergang, aber bevor die Sonne richtig untergeht steigt sie schon wieder am Horizont empor.

Tachostand 2795 km

 

7.Tag:

Nach einer kurzen Nacht werde ich von einem seltsamen Geräusch geweckt. Ich ziehe den Reißverschluß vom Zelt hoch und sehe eine Frau welche Ihre Teppiche im Hafenwasser wäscht.

An diesem Morgen haben wir mit dem Packen keine Eile und genießen noch einige Zeit die Umgebung.

Dann müssen wir aber doch los, denn wir haben uns als Tagesziel den Inarisee vorgenommen.

Es geht weiter auf der E75 und wir kommen an einer Raststätte vorbei, an der recht viele Kirchturmglocken ausgestellt sind.  Scheinbar ist dies eine Art Freiluftmuseum, ich denke es waren um die 20-25 Stück dieser riesigen gegossenen Glocken zu sehen. Kaum haben wir alle Exemplare bewundert, biegt auch schon ein Reisebus in den Parkplatz ein und sämtliche Insassen des Busses verteilen sich auf dem Platz. Da alle Glocken funktionsfähig waren, kam es sofort zu einem unerträglichen Geläute....also schnell die Helme auf und weg von hier.

Später kommen wir nach Rovaniemi am Polarkreis.

Hier besichtigen wir die wirklich gut aufgezogende Touristenattraktion, schießen die üblichen Polarkreisfotos und kaufen einige Postkarten im Santa Claus Post Office, welche wir dort auch schreiben und abschicken. Schließlich werden nur hier die Postkarten vom Weihnachtsmann persönlich abgestempelt!!

Wir fahren weiter bis Ivalo, was kurz vor dem Inarisee liegt. Dort sehen wir einen Wegweiser nach "Murmansk".  Ein Blick auf die Landkarte zeigt die russische Grenze in ca. 50 KM Entfernung, wir sind uns sofort einig, daß wir einen Abstecher an die Grenzstation machen. Vorher kaufen wir im örtlichen Supermarkt noch einige Lebensmittel ein und tanken in der gegenüberliegenden Tankstelle die Motorräder voll, wo auch gerade ein holländischer GS Fahrer an der Zapfsäule steht.

Die 50 Kilometer bis zur russischen Grenze gehen durch ein absolut unbewohntes und unbebautes Gebiet, welches zudem noch als Rentierzuchtgebiet ausgewiesen ist. Die Rentiere kommen alle paar Kilometer zum Vorschein, zum Teil einzeln, zum Teil in Scharen.

Die Landschaft wechselt zwischen kahlem Wald und Steppe, vereinzelt sind größere Felder mit Felsen zu sehen und einige kleine Tümpel. Man bekommt den Eindruck daß man am Ende der Welt ist!

Plötzlich taucht die Grenzstation auf.  Im Gegensatz zu unseren bisherigen durchfahrenen Grenzen ist sie mit Stacheldraht und Wachposten versehen, auch hier müssen wir einige Fotos schießen.

Der Weg zurück zieht sich in die Länge, als wir wieder in der "Zivilisation" angekommen sind folgen wir bei Inari dem Hinweisschild zu einem Campingplatz.

Der Platz liegt mitten im Wald und ist nur über eine längere, schmale Straße zu erreichen, welche teilweise geschottert ist. An der Repcecion werden wir sofort auf das Verbot von offenem Feuer hingewiesen, Grillen ist ebenfalls untersagt. Aufgrund der langen Trockenperiode ist der Wald strohtrocken!

Beim Aufbauen der Zelte fallen die Moskitos zu Tausenden über uns her, nicht mal in der Dusche unter dem Wasserstahl habe ich Ruhe vor den stechenden Mücken!

An diesem Abend ist meine 2. Tube Insektenschutzcreme aufgebraucht, eigentlich dachte ich die 2 Tuben reichen für 2 Wochen.....

Der Campingplatz liegt direkt an einem Ausläufer des Inarisees, wir beschließen trotz des Verbots unseren Grill anzuwerfen, da wir ja extra frisches Fleisch für diesen Abend eingekauft hatten. Um der Brandgefahr und einem evtl. Platzverweis aus dem Wege zu gehen, zünden wir den Grill auf einem ca. 2 Meter großen Felsen an, der sich einige Meter im See befindet. Dort sitzen wir bis ca. 3 Uhr am Morgen und wie gehabt ist es dank der Mitternachtssonne taghell.

Tachostand 3403 KM

 

 

Tag 8:

Nach einer kurzen Nacht treffen wir mehrere Berliner beim Frühstück in der Bar des Campingplatzes. Sie verbringen Ihre Urlaube schon seit vielen Jahren an diesem Platz und weisen uns darauf hin, daß wir wohl momentan gerade einen Jahrhundertsommer in Finnland erleben.

Der heutige Tag kommt auch noch mal an die 30° Celsius Marke heran, vom Inarisee zur norwegischen Grenze sind es ca. 100 Kilometer. Die Strecke geht über eine relativ neue Straße,  die Landschaft zeigt sich genauso wie auf der kurzen Tour zur russischen Grenze am Vortag. Nur mit dem Unterschied daß es hier ständig bergauf und bergab geht, man hat eine maximale Sichtweite von ca. 200 Metern und überwindet einen Hügel nach dem anderen.

Auf dieser Strecke treffen wir einen Italiener der mit einem koreanischen Baumarktchopper (125 oder 250 ccm) von Italien zum Nordkap unterwegs ist.

Kurz vor dem Grenzübergang Finnland/Norwegen trinken wir noch einen Kaffee in einer Gaststätte, wo sich auch gleich noch ein schwedischer G/S Fahrer einfindet.

In Norwegen ändert sich die Landschaft recht schnell, es sind auf einmal viele vereinzelt stehende bunte Holzhäuser zu sehen, viele Buchten, viele kleine Flüsse und Bäche. Die Landschaft wird "wilder" und "rauher", dazu wird es schnell merklich kühler.

Durch Karasjok und Lakselv kommen wir nach Olderfjord, dort präsentiert sich eine großartige Fjordkulisse, bestehend aus einer Art von "Wattenmeer" welches vor riesigen steinernen Bergen mit Gletschern liegt.

Wir kommen näher und näher ans Nordkap, in Honningsväg hat es keine 10 Grad mehr, das bedeutet einen Temperatursturz von ca. 20 Grad Celsius auf eine Entfernung von ca. 300 Kilometern.

Alle Übernachtungsmöglichkeiten in Honningsväg sind ausgebucht, ein sehr freundlicher Hotelier telefoniert für uns ein paar Minuten und schickt uns daraufhin nach Skarsväg, wo es noch ein freies Hotelzimmer für uns gibt.

In Skarsväg im Mini-Motel laden wir schnell unser Gepäck ab und verstauen es im Hotelzimmer. Das Nordkap liegt nun in ca. 10 Kilometern Entfernung, es ist bereits 21 Uhr als wir uns auf die letzen Meter zum Kap machen.

Die Serpentinenstraße zum Nordkap liegt in dichtem Nebel, die Sichtweite ist zum Teil unter 50 Meter.  An der Einfahrt zum Nordkap wird nochmal abkassiert, pro Person mit Motorrad belaufen sich die Kosten für Nordkaptunnel und Nordkapeintritt auf knapp 40 Euro.

Für diesen Betrag kann man 48 Stunden am Norkap bleiben, bzw. so oft hochfahren wie man möchte, wenn man will kann man dort auch zelten.

Wir haben  5 dänische Endurofahrer dort oben getroffen, die Ihre Zelte am Parkplatz aufgeschlagen haben.

Am Aussichtspunkt wo sich der berühmte Globus befindet herrschten in dieser Nacht ebenfalls dichte Nebelschwaden, die Sicht war gleich NULL!

Mittlerweilen war die Temperatur auf ca. 1-2 Grad gefallen und wir beschlossen die kurze Rückfahrt ins Mini-Motel.

Dort gabs dann noch 2 Portionen nächtlicher Fertignudeln aus dem Päckchen und der Tag war gelaufen.....

Tachostand 3835 KM

 

 

Tag 9:

Der 2. Tag am Nordkap:

Ich wollte unbedingt noch einmal hochfahren, denn schlechter wie am vorherigen Abend konnte das Wetter heute eigentlich auch nicht sein.

Gegen 8 Uhr haben wir uns also auf den Weg gemacht und sind die Serpentinenstraße ein 2.Mal gefahren. Am Parkplatz standen noch die Zelte der 5 Dänen, zum Glück hab ich keine Ahnung wie kalt es in der Nacht war....

Nun hatten wir am Aussichtsfelsen eine einigermaßen gute Sicht, die obligatorischen Globusfotos wurden auch gemacht, also war alles paletti.

Im Nordkapmuseum haben wir uns dann 2-3 Kaffees genehmigt und sahen uns im Kino den Dokumentarfilm übers Kap an. Nach 3 Stunden haben wir alles mehrmals besichtigt, hatten die Nordkapaufkleber gekauft, die Postkarten geschrieben und waren zufrieden.

Meiner Meinung nach ist das Nordkap sein Geld wert, auch wenn hier viele Leute anderer Meinung sind und alles als Abzocke für einen langweiligen Felsen ansehen!

Das Ziel der Reise war nun erreicht, ab jetzt ging es zurück in Richtung Heimat, jedoch hatten wir noch um die 4000 Kilometer vor uns....

Wir fuhren die E6 bis nach Alta, irgendwo an einer Tankstelle trafen wir auf einen Africa Twin Fahrer aus Fürth, der sich uns spontan anschloss. Zu Dritt sind wir dann bis Sorstraumen gefahren und kamen in einen kräftigen Regenschauer, worauf wir die nächstbeste Hütte anmieteten. Kurz nach unserer Ankunft quartierten sich noch knapp 20 russische Touristen auf dem Platz ein und bauten im strömenden Regen mehrere große Zelte auf,  was uns beim Grillen aber wenig störte....

Tachostand 4245 KM

 

 

Tag 10:

Der Blick aus der Hütte verheißt nichts gutes: Grauer Himmel, Regen und Kälte.

Wir packen mißmutig unsere Motorräder auf, ziehen die Regenkombis an und verlassen den Hüttenplatz in Richtung Skibotn, Setermon und fahren weiter auf der E6 bis Narvik. Die ganze Strecke über Regen und starker Wind....

In Narvik suche ich einen Geldautomaten, habe jedoch kein Glück. Ebenfalls haben alle Geschäfte schon geschlossen. Also gehts sofort weiter bis Skarberget, wo die Straße zu Ende ist und man nur mit der Fähre weiterkommt. Die Fähre haben wir jedoch gerade verpasst, die nächste und letzte Fähre ist erst in knapp 2 Stunden zu erwarten.

Es ist mittlerweilen 21 Uhr vorbei und saukalt. Ich beneide die Urlauber welche neben uns in der Warteschlange im Wohnmobil sitzen und fernsehen!

Als die Fähre endlich eintrifft, geht der erste Weg zum Kiosk, wo es heißen Kaffee gibt....

Nach einer knappen halben Stunde legt die Fähre in Bognes an und wir kommen sofort in einen stärkeren Sturm mit einem heftigem Platzregen.

Zum Glück kommt in Bognes gleich eine Feriensiedlung mit Miethütten, wir mieten uns ein und sind von den komfortablen Luxus-Hütten sehr überrascht!

Die Hütte hat ein größeres Vordach unter dem man gut grillen kann......trotz des Regens.

Tachostand 4677 KM

 

Tag 11:

Am Morgen das gleiche Bild: Kalt und Naß, dazu sehr windig.

Eigentlich wollten wir heute in Bognes auf die Lofoten übersetzen, aber bei dem Wetter ist uns die Lust vergangen. Wir sind deswegen weiter auf der E6 bis Fauske gefahren, der Regen nahm kein Ende.  In Fauske nahmen wir den Weg nach Bodö, wo ebenfalls eine Lofotenfähre ablegt. In Bodö am Anlegersteg war das Wetter noch miserabler, womit die Lofoten also endgültig abgehakt waren.

Die Stimmung war am Tiefpunkt, der Weg führte nun zurück nach Fauske.

In Fauske suchten wir einen Motorradhändler, da der Africa Twin Fahrer einen Satz neuer Reifen benötigte. Nach einiger Zeit fanden wir einen Händler, der die Reifen bis zum nächsten Tag bestellen konnte. Er hat uns dann auch ein günstiges Hotel vermittelt und uns mit einer neuen BMW K 1200 als Eskorte den Weg gewiesen.

Nach einem Tag im Regen war das Hotel genau richtig......wir gingen am Abend zu Fuß in die Stadt um etwas zu essen.

Nach einem kleinen Stadtspaziergang entschieden wir uns für das billigeste Restaurant, welches in einem Einkaufszentrum war.

Ich habe dort für 1 Teller Nudeln, 1 großen Salatteller und 1 Bier knapp 40 Euro gezahlt.....

Tachostand 4966 KM

 

 

Tag 12:

Das Frühstücksbuffet im Hotel ist klasse, wir schlagen uns eine knappe Stunde den Bauch voll und beratschlagen über die Weiterfahrt.

Der Africa Twin Fahrer möchte weiter in Norwegen bleiben, wir haben von dem norwegischen Wetter mittlerweilen die Nase voll, seit 3 Tagen regnet es fast ununterbrochen.

Also trennen sich unsere Wege wieder, der Africa Twin Fahrer fährt die E6 weiter in den Süden von Norwegen, wir fahren nach Storjord über die Grenze nach Schweden.

In Schweden gehts dann über einige Berge, auf denen wir einem gewaltigem Seitenwind ausgesetzt sind. Daraufhin führt die Straße ins Tal und plötzlich ändert sich schlagartig das Wetter, es ist wärmer und trocken. Wir kommen nach Sorsele, Storuman und suchen uns in Dorotea einen Platz zum Campen. Mittlerweilen ist es wieder recht angenehm, es hat knapp 20 Grad. An einem Fluß finden wir einen öffentlichen und überdachten "Grillplatz" der uns sofort zum wildcampen einlädt. Nach dem Essen versenke ich beim Geschirrabwaschen mein Messer im Fluß....

Tachostand 5485 KM

 

Tag 13:

Der Morgen ist etwas frisch, aber nach der Abfahrt steigt die Temperatur bald wieder. Wir kommen nach Strömsund, Östersund, Sveg, Mora und Torsby.

Unser Tagesziel ist Töcksfors, wo sich ein großer Oldtimer-Schrottplatz befinden soll.

In Torsby gibt es laut Landkarte eine Abzweigung, über die wir ca. 100 KM einsparen könnten. Diese Abzweigung ist jedoch nirgends angeschrieben, wir nehmen also auf gut Glück eine der wenigen Seitenstraßen und hoffen damit auf die Einsparung der genannten 100 KM.

Unser gewählter Weg wird nach wenigen Kilometern zur Schotterpiste und geht dann mehr und mehr in einen festgefahrenen Waldweg mit Schottereinlage über, was für die GS natürlich keinerlei Problem darstellt.

Wir sind mal wieder mitten im Niemandsland, keine Häuser, keine Wegweiser, einfach gar nichts. Nach 10 Kilometern erscheinen plötzlich einige Bauarbeiter, welche damit beschäftigt sind größere Löcher in der Piste zu füllen.

Und irgendwann erscheint auch ein Wegweiser, der uns mitteilt daß wir am richtigen Weg sind......

Das am Wegrand stehende Schild welches eine Maximalgeschwindigkeit von 90 Km/h vorschreibt ist gut gemeint, schneller wie 50 fährt hier niemand freiwillig......

Die Piste endet in Arjäng und wir haben einen klasse Streckenabschnitt hinter uns gebracht.

In Töcksfors müssen wir an der Kirche abbiegen und dann ca. 20 KM auf dieser Straße bleiben um zu dem Schrottplatz zu gelangen. Ich habe den Schrottplatz-Tip aus dem Internet, laut der dort gelesenen Wegbeschreibung soll man auf keinen Fall umkehren falls man der Ansicht ist, daß man verkehrt wäre. Dieser Ansicht waren wir auch, es geht wirklich ca. 20 Kilometer über Waldwege, Wiesen, Teerstraßen, und Schotterpisten, vereinzelt kommt man an einem Haus oder einer kleinen Siedlung vorbei. Man umrundet einen See, fährt einige Kilometer am Seeufer entlang, es geht bergauf und bergab und plötzlich erscheinen am Straßenrand einige Autowracks. Nach der nächsten Kurve glaub ich zu träumen, der Anblick der sich mir bietet kann keine Wirklichkeit sein. Er ist es aber doch!  Ich sehe nur noch Autowracks aus den 50ér und 60ér Jahren, von Sträuchern und Bäumen umgeben, eingewachsen in die Natur. Die Autos müssen seit ca. 30 bis 35 Jahren hierstehen und wurden seitdem nicht bewegt. Zum Teil wurden sie von den nachwachsenden Bäumen angehoben oder sind schon bis zu den Schwellern im Boden versunken, aus manchen Wracks wachsen auch Sträucher oder Bäume heraus.

Ich erkunde den Platz, es sind mehrere Plätze bzw. ganze Wälder und Wiesen die mit Autos gefüllt sind. Das Areal erstreckt sich über einige 100 Meter bis tief in den Wald hinein, es ist einfach unglaublich!!

Der "Besitzer" wohnt scheinbar hier, zumindest haben wir ein bewohntes Haus gesehen, vor dem ebenfalls mehrere, auch fahrbereite, Oldies geparkt waren.

Nach über 2 Stunden und ca. 250 Fotos treten wir die Rückreise an.

Wir fahren an diesem Abend noch über die naheliegende Grenze nach Norwegen zurück und schlagen auf einem Campingplatz ohne Anmeldung gegen 24 Uhr unsere Zelte auf.

Tachostand 6280 KM

 

Tag 14:

Der morgendliche Blick aus dem Zelt verheißt wieder mal schlechtes Wetter, mittlerweile erwarten wir in Norwegen auch nichts anderes mehr.

Heute solls die letzten 100 KM bis nach Oslo gehen, wo wir die Fähre nach Kiel nehmen werden.

Doch vor der Abfahrt müssen wir noch die Übernachtung auf dem Zeltplatz zahlen, da bei unser nächtlichen Ankunft gestern niemand mehr an der Repcecion war.

Die Zeltplatzbesitzerin kommt auch schon kurz darauf mit Ihrem Auto angefahren und kassiert uns ab, wir haben in Schwedischen Kronen gezahlt, da wir keine Norwegischen Kronen mehr hatten.

In der Regenkombi gings nun los, unterwegs war sehr viel Verkehr und wir kamen nur langsam voran.

Angekommen in Oslo freuten wir uns über die gute Beschilderung, im Gegegnsatz zu Tallin und Riga war der Hafen hier bestens ausgeschildert, auch der Kai für die Kiel Fähre war sofort zu finden.

Nach einiger Lauferei hatten wir die Tickets in der Tasche und mussten noch knapp 2 Stunden Wartezeit bis zur Abfahrt überbrücken. Wir sind dann mit den Motorrädern nochmal aus dem Hafen rausgefahren und haben einen naheliegenden großen modernen Wohn/Bürokomplex entdeckt, in dem sich ein Imbiß mit Kiosk befand. Nach einigen Hotdogs und Kaffees gings zurück in den Hafen, vor der Fähre trafen wir dann auf eine längere Schlange von Motorrädern, hauptsächlich Skandinavier welche zum Urlaub nach Deutschland oder in andere südliche Länder aufbrachen.

Einige Minuten später wurde die Fähre geöffnet und die Motorradschlange fuhr nach und nach in den Bauch des Riesendampfers hinein.

Es ist vorteilhaft eigene Gurte zum Verzurren dabeizuhaben, falls man sein Motorrad nicht mit den fähreneigenen ca. 1 Meter langen Schnüren für die knapp 20 Stündige Überfahrt sichern will! 

Die Fähre "Kronprins Harald" ist eine 9-Stöckige moderne und luxuriöse Autofähre mit Platz für 750 PKW in den Autodecks. Sie bietet knapp 1500 Personen Platz in ca. 450 Kabinen, neben 5 verschiedenen Restaurants und Bars  gibts einen Supermarkt, Kinos und Casino, PC´s zum Internetsurfen und einiges mehr was die Überfahrt angenehm macht und der Color-Line zusätzliche Einnahmen bringt....

Die einfache Fahrt Oslo-Kiel kostet pro Person incl. Motorrad ca. 150 Euro bei Buchung eines "Schlafsessels".  Jedoch kann auf so einem "Schlafsessel" wohl kein Mensch schlafen, darum haben es sich auch fast alle "Schlafsesselpassagiere" mit Isomatte und Schlafsack am Boden bequem gemacht...

Tachostand 6380 KM

 

 

Tag 15:

Nach der Ankunft in Kiel waren wir recht schnell auf der Autobahn um die verbleibenden ca. 780 KM in Richtung Heimat hinter uns zu bringen.

Wir kamen in einige Staus und haben uns irgendwo bei Hannover in einem Stau verloren.....

Tachostand 7162 KM

 

Alles in allem eine klasse Tour, die ich jedem emfehlen kann!

Polen und das Baltikum ist für unsere Verhältnisse sehr günstig, was man hier bei Verpflegung und Übernachtung einsparen kann zahlt man jedoch in den teueren skandinavischen Ländern wieder dazu!

 

Im Baltikum war Estland landschaftlich am schönsten, dazu ist Estland auch schon sehr westlich orientiert!

 

In Skandinavien hat mir Finnland am besten gefallen, trotzdessen daß mir vor der Reise viele Leute die Langweiligkeit von Finnland eingetrichtert haben, welche ich absolut nirgends feststellen konnte!

 

Das Nordkap ist meiner Meinung nach absolut sehenswert, wobei auch hier viele Leute das Gegenteil behaupten....

Der Norden von Norwegen bis Fauske (ohne die Lofoten) ist im Regen keine Reise wert....

 

Mittel/Südnorwegen haben wir wegen des schlechten Wetters umfahren.

Ich denke auch, daß es sinnvoller wäre wenn man sich für die untere Hälfte Norwegens mehr Zeit nimmt.

 

 Hier einige Bilder (auf die Links klicken)

Die Abfahrt bei mir zuhause:

http://www.pixum.de/viewalbum/?id=1862847

 

Polen:

Die Masuren in Polen sind echt klasse, tolle Landschaft, freundliche Leute, gutes Essen und passable Preise. Die Wolfsschanze (ehemaliges Führerhauptquartier) nahe an der Grenze zu Russland und Litauen sollte man unbedingt anschauen!

http://www.pixum.de/viewalbum/?id=1862860

 

Litauen:

Der Berg der Kreuze in Shiauli (oder so ähnlich) ist ein Erlebnis, die kurische Nehrung haben wir jedoch ausgelassen

http://www.pixum.de/viewalbum/?id=1862872

 

Lettland:

Haben wir ehr schnell durchfahren....außer einer ehr unfreiwilligen Stadtrundfahrt durch Riga (wegen mangelnder Beschilderung)

http://www.pixum.de/viewalbum/?id=1862874

 

Estland:

Das schönste Land im Baltikum ist wohl Estland!

In Estland ist übrigens der Beginn der Moskitoplage!!

http://www.pixum.de/viewalbum/?id=1862879

 

Finnland:

Von Estland (Tallin) mir der Fähre rüber nach Finnland (Helsinki)

Finnland ist klasse!!!!  Hat mir landschaftlich von allen Ländern der Reise am besten gefallen....wenn nur diese Stechmücken nicht wären!

http://www.pixum.de/viewalbum/?id=1862897

 

Norwegen:

Norwegen ist das teuerste skandinavische Land.

1x Essengehen (Nudeln + Salat + Bier) pro Person knapp 40 Euro

Wegen Dauerregen haben wir in Nordnorwegen ca. 350 KM unterhalb des Nordkaps nach Schweden gewechselt und unsere geplante Route durch Norwegen gestrichen.

http://www.pixum.de/viewalbum/?id=1862913

 

Schweden:

Geplant war in Schweden eigentlich nur ein Schrottplatzbesuch. Jedoch haben wir wegen der geänderten Route fast das ganze Land durchfahren.

http://www.pixum.de/viewalbum/?id=1862918

 

Norwegen Fähre Oslo-Kiel:

Um uns die Fahrt durch Dänemark zu ersparen haben wir diese Fähre gewählt. Dauer ca. 23 Stunden, kostet pro Person mit 1 Motorrad 150 Euro.

http://www.pixum.de/viewalbum/?id=1862917

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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